Umfang des Trainings

Umfang des Trainings

Die Fortbildung umfasst die Durchführung eines Pädagogischen Tages „KINDERRECHTSBILDUNG“ (SCHILF) sowie vier Trainingstage in regionalen Ausbildungsgruppen. Die Fortbildungstage verteilen sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Über diesen Zeitraum erhalten die Teilnehmer*innen Unterstützung bei der Herausbildung eines umfassenden Verständnisses für die Entwicklung hin zur Kinderrechteschule. Auf der Basis erster Praxiserfahrungenm wie bsw. der Etablierung von Klassenräten, usw.  werden Verstetigungsschritte erarbeitet. Sie beziehen sich auf einzelne Kinderrechteprojekte, oder auf nachhaltige Verankerung der Kinderrechtsbildung, Partizipations-, und Engagementförderung im Schulprogramm.

Die Entwicklung zu einer „Kinderrechteschule“ bedeutet, sich auf einen Organisations-Entwicklungsprozess einzulassen, bei dem die Instrumente der Organisation-, Unterrichts- und Personalent-wicklung um den Aspekt der Kinderrechte und die Perspektive auf Kinderrechte erweitert werden müssen. Die Implementierung und Umsetzung von Kinderrechten erfolgt auf den verschiedenen Ebenen der Organisation: der strukturellen, der persönlichen und der inhaltlichen Ebene der fachlichen Arbeit. Es ist hervorzuheben, dass im Rahmen der Fortbildung die Bedeutung der Kinderrechte auf der persönlichen Ebene eigens intensiv beleuchtet wird unter dem Aspekt „Kinderrechtliche Gestaltung pädagogischer Beziehungen“. Grundsätzlich sind diese Ebenen aber eng mit einander verzahnt zu denken.

Denn: die komplexe Aufgabe der Schulentwicklung hin zu einer Kinderrechteschule wird nicht dadurch bewältigt, dass man einige Elemente verändert, sondern dass man bei der Veränderung das gesamte System berücksichtigt, mit behindernden und fördernden Rückkopplungsprozessen. Vor diesem Hintergrund wurde die Fortbildung auf eineinhalb Jahre konzipiert.
An den einzelnen Fortbildungstagen erhalten die Teilnehmer*innen profunde Kenntnisse über die UN-Kinderrechtskonvention und werden befähigt, ihr Kinderrechtewissen im Kontext ihres beruflichen Handelns zur Wirksamkeit zu entfalten um damit die eigene Schule gemeinsam mit den Schüler*innen sukzessive zu einer „Kinderrechteschule“ zu entwickeln. Neben formalen Mitbestimmungsmöglichkeiten muss darüber hinaus das Lernen über Kinderrechte als curriculares Querschnittsthema sowie die tatsächliche Erfahrbarkeit von Kinderrechten – das Lernen durch die Inanspruchnahme von Kinderrechten –  zum Schulalltag gehören. Die Befähigung der Schüler*innen, ihrer Rechte entsprechend im schulischen Alltag zu agieren, macht die Bezugnahme auf die individuelle Lebensrealität und die Bereitstellung von Handlungsoptionen erforderlich. Dieser Prozess wird in der Fortbildung angestoßen und über anderthalb Jahre systematisch unterstützt und begleitet.

Kinderrechte müssen von allen am System Schule Beteiligten akzeptiert, respektiert und gelebt werden.

Mit Abschluss der Fortbildung erhalten die Schulen eine Plakette, die öffentlichkeitswirksam die Teilnahme der Schule am Grundschulprogramm Kinderrechte dokumentiert.