Kindheit

“Kind­heits­bil­der sind  »die Ent­wür­fe und Vor­stel­lun­gen, die sich eine Epo­che, eine sozia­le Grup­pe oder auch ein ein­zel­ner von Kin­dern macht und die indi­vi­du­ell und gesell­schaft­lich außer­or­dent­lich wirk­sam sein und das Ver­hal­ten gegen­über ›wirk­li­chen‹ Kin­dern durch­aus beein­flus­sen kön­nen.” (Die­ter Rich­ter, 1987)

Die Kon­ven­ti­on geht davon aus, dass Kin­der aktiv han­deln­de und inter­pre­tie­ren­de Sub­jek­te sind.

An unse­rer Nei­gung, Unrei­fe als blo­ßen Man­gel auf­zu­fas­sen und Wachs­tum als etwas, was die Lücke zwi­schen Unrei­fe und Rei­fe aus­füllt, ist die Tat­sa­che schuld, dass wir den Zustand der Kind­heit ver­glei­chend, nicht an sich betrach­ten.”
“Wenn wir den Ver­such auf­ge­ben, den Begriff der Unrei­fe durch Ver­gleich mit den Leis­tun­gen Erwach­se­ner zu defi­nie­ren, müs­sen wir aner­ken­nen, dass Unrei­fe nicht in einem Feh­len wün­schens­wer­ter Züge besteht.”
                                   John Dew­ey, Demo­kra­tie und Erzie­hung