Kinderrechtsbildung

Kinderrechtsbildung heißt “Handeln”.

Kin­der­rechts­bil­dung bedeu­tet viel mehr als nur das Unter­rich­ten der Kin­der­rech­te im Rah­men einer Unter­richts­stun­de. Kin­der­rechts­bil­dung heißt “Han­deln”.
Erst das Wis­sen um die Kin­der­rech­te und die Ent­wick­lung der Schu­le ent­lang des von UNICEF ent­wi­ckel­ten Kin­der­rechts­an­sat­zes  (rights based approach)  befä­higt Kin­der und Erwach­se­ne, ihre unmit­tel­ba­re Umge­bung und die Welt als Gan­zes zu ver­än­dern, mit dem Ziel die Kin­der­rech­te umzu­set­zen.
Kin­der­rechts­bil­dung zielt dar­auf die Kom­pe­ten­zen der Rech­te­inha­ber auf­zu­bau­en und zu stär­ken — beson­ders der Kin­der — indem sie ihre Rech­te ein­for­dern, und der Pflich­ten­trä­ger, indem sie ihre Ver­pflich­tun­gen erfül­len. Sie unter­stützt Kin­der und Erwach­se­ne dabei, zusam­men zu arbei­ten, indem die Kin­der­rechts­bil­dung den Raum und die Ermu­ti­gung für bedeut­sa­me Par­ti­zi­pa­ti­on und nach­hal­ti­ges bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment von Kin­dern ermög­licht. Kin­der­rech­te sind Men­schen­rech­te und Kin­der­rechts­bil­dung ist des­halb eine spe­zi­fi­sche Kom­po­nen­te der Men­schen­rechts­bil­dung. Genau­so wie Men­schen­rechts­bil­dung bedeu­tet Kin­der­rechts­bil­dung das Ler­nen über und durch Rech­te (indem Rech­te als Orga­ni­sa­ti­ons­prin­zip genutzt wer­den zur Ver­än­de­rung der Lern­kul­tur) und das Ler­nen für Rech­te (aktiv wer­den um die Rech­te zu rea­li­sie­ren) im Kon­text von Ler­nen als ein Recht.
Kin­der­rechts­bil­dung kann im Rah­men von Demo­kra­tie­päd­ago­gik, Glo­ba­lem Ler­nen, ent­wick­lungs­po­li­ti­scher Bil­dung oder Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ange­wen­det wer­den. Egal wie man es nennt, wich­tig ist, dass der Kin­der­rechts­an­satz immer beim Pro­zess und beim Ergeb­nis ein­ge­setzt wird.