Gewaltfreie Kommunikation in der Schule

Gewaltfreie Kommunikation und Schule

In dem Maße, in dem wir eine Spra­che ent­wi­ckeln kön­nen, in der es uns und unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern gelingt, Gefüh­le und Bedürf­nis­se aus­zu­drü­cken und zu hören, öff­nen sich Wege aus den Sack­gas­sen von Gewalt und Stress. Das sich ent­wi­ckeln­de Ver­trau­en sowohl zur Leh­re­rin oder zum Leh­rer als auch unter­ein­an­der  bil­det die Grund­la­ge für eine Atmo­sphä­re, in der Ler­nen leich­ter fällt und es mehr Spaß macht und im ent­spann­ten freund­li­chen Mit­ein­an­der krea­ti­ve Lösun­gen für Auf­ga­ben­stel­lun­gen gefun­den wer­den kön­nen.

“Stress macht Leu­te dumm.”

“Bei emo­tio­na­ler Erre­gung kön­nen die Leu­te sich nicht erin­nern, nicht auf­merk­sam sein, nicht ler­nen. Ein Untern­neh­mens­be­ra­ter drückt es so aus: Stress macht Leu­te dumm!”

D. Gole­mann: EQ, 1997, S.191

Unter­neh­men füh­ren mitt­ler­wei­le gro­ße Anstren­gun­gen durch, um die Kon­flikt­fä­hig­keit ihrer Mit­ar­bei­ter zu stär­ken. Mit gutem Grund. Sie wis­sen: die Effek­ti­vi­tät der Arbeit und   damit die Wirt­schaft­lich­keit des Betriebs ste­hen in engem Zusam­men­hang mit der Sozi­al­kom­pe­tenz ihrer Mit­ar­bei­te­rIn­nen.

In der Schu­le ist es nicht anders. Die­se steht heu­te vor beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen. Auf der einen Sei­te soll sie Schü­ler und Schü­le­rin­nen fach­lich und metho­disch bil­den, auf der ande­ren Sei­te wird eine umfas­sen­de sozia­le Erzie­hung erwar­tet. Die Ergeb­nis­se blei­ben jedoch trotz gro­ßer Anstren­gun­gen hin­ter den Erwar­tun­gen zurück.

Was kön­nen wir tun, um Schu­le effek­ti­ver zu gestal­ten, wie kön­nen wir Schü­ler unter­stüt­zen,

ihre Ener­gie und ihren ange­bo­re­nen Spaß am Ler­nen auf schu­li­sche Inhal­te zu über­tra­gen? Wie kön­nen wir dazu bei­tra­gen, Stress in der Schu­le abzu­bau­en, um das Schul­le­ben freund­li­cher zu gestal­ten? Wie kön­nen Leh­rer und Leh­re­rin­nen ihre Arbeit mit weni­ger Stress und mehr Freu­de gestal­ten?

Gegen­sei­ti­ge Ach­tung und Auf­rich­tig­keit im Umgang mit­ein­an­der füh­ren zu einer dif­fe­ren­zier­te­ren Wahr­neh­mung zwi­schen Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern und Schü­le­rin­nen und Schü­lern. Dies erga­ben empi­ri­sche Unter­su­chun­gen von Prof. Tausch. In dem Maße, in dem Offen­heit und Wert­schät­zung in den unter­such­ten Grup­pen wuch­sen, nah­men Stö­run­gen und Aggres­si­vi­tät ab, wäh­rend es gleich­zei­tig zu einer Zunah­me von Selbst­ver­trau­en und einem Anstieg der Lern­leis­tun­gen kam.
Arbeits­mo­ti­va­ti­on und kogni­ti­ve Lern­leis­tun­gen waren signi­fi­kant höher als in den Ver­gleichs­grup­pen.

Wol­len wir die Effek­ti­vi­tät von Schu­le erhö­hen, dann geht es also auch um eine Ver­bes­se­rung des Lern­kli­mas. Es geht dar­um, die Kon­flikt­fä­hig­keit zu stär­ken und Stress zu min­dern, es geht um Ach­tung, Offen­heit, Ein­füh­lung und Wert­schät­zung.

Ist so etwas trai­nier­bar, erzieh­bar? Kann Schu­le das leis­ten? Wie kön­nen wir die­ses Wis­sen in Hand­lungs­mög­lich­kei­ten umset­zen?

Die Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on kann dazu bei­tra­gen. ( aus: www.ute-faber.de )

Hier fin­den Sie mehr zum Modell der  Gewalt­frei­en Kom­mu­ni­ka­ti­on.