Bedürfnisse und Rechte

Bedürfnisse und Rechte

... Dieser Wandel  muss deutlich herausgestellt und immer wieder aufs Neue betont werden, da Erwachsene politisch und kulturgeschichtlich in ihrem Handeln eher einem sog. Bedürfnisansatz (needs based approach) verhaftet sind. So ist es unstrittig, dass die meisten Schulen große Anstrengungen unternehmen, eine an den Bedürfnissen der der Kinder und Jugendlichen ausgerichtete Pädagogik anzubieten.

Bedürfnisse werden subjektiv und situativ identifiziert, entsprechend werden zeitlich befristete,  spezifische Projekte und Angebote für bestimmte Zielgruppen bereitgestellt.

Für die Schulen stellt sich dieser Zugang folgendermaßen dar:

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind mit vielfältigen Herausforderungen einer sich verändernden pluralen Gesellschaft konfrontiert. Insbesondere auch vor der Erkenntnis, dass alle Menschen eine globale Verantwortung für sozial-politische, ökologische und wirtschaftliche Prozesse tragen.

Im Mikrokosmos Schule verdichten sich diese Herausforderungen. Entsprechend reagiert das Land mit einer Vielzahl unterstützender Fortbildungsprogramme und Schulungen, die auf schulspezifische Herausforderungen reagieren und Unterstützung anbieten in den Handlungsfeldern: Flucht und Migration, Antirassismus, Homophobie, Cybermobbing / Mobbing, Gewaltprävention und Sucht, Gendergerechtigkeit, Inklusion und Demokratie sowie Globales Lernen.

Es zeigt sich: unterschiedliche Herausforderungen brauchen verschiedene Handlungsansätze!

Es zeigt sich aber auch, dass den Rahmen zur Ausrichtung aller Handlungen die UNKRK liefert. Damit liefert die UNKRK einen „rights-based approach“ und ist ein auf die Bedürfnisse und spezifischen Rechte von Kindern und Jugendlichen ausgerichteter Menschenrechtsansatz. Der Kinderrechtsansatz zielt auf die volle Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen nach der UN-Kinderrechtskonvention und nimmt sowohl deren individuelle Situation sowie die sie umgebende gesamtgesellschaftliche Situation in den Blick. Mit der  Orientierung an den Kinderrechten und die Umsetzung des Kinderrechtsansatzes kommen  Erwachsene ihrer Pflicht nach, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte auch „genießen“ können. Eine klare Bezugnahme auf die Universalität der Menschenrechte (Kinderrechte sind Menschenrechte für Kinder!) erweist sich für die Bewältigung multipler schulischer Herausforderungen als zwingend, da die Sicherstellung des „Wohls des Kindes“ in allen Entscheidungssituationen handlungsleitend ist.

Darüber hinaus muss Ausrichtung einer Schule an dem Kinderrechtsansatz zentrales Qualitätsmerkmal einer Schule sein.